Deutzer Zentralpark mit neuem Schnellert?

Zweiter Städtebaulicher Workshop zum Deutzer Hafen lieferte überraschende Ideen

Vollbesetzes Haus: Zweiter städtebaulicher Workshop zum Deutzer Hafen in der Essigfabrik wieder mit großem Interesse.
Vollbesetzes Haus: Zweiter städtebaulicher Workshop zum Deutzer Hafen in der Essigfabrik wieder mit großem Interesse.

An diesem Wochenende wurden der Öffentlichkeit fünf Entwürfe zur städtebaulichen Gestaltung des Deutzer Hafens präsentiert. Die Planungsteams Cobe (Kopenhagen), Lorenzen Architekten (Berlin / Kopenhagen), Diener und Diener (Basel), Scheuvens und Wachten (Dortmund) sowie die Kölner Trint+Kreuder d.n.a. erläuterten ihre Entwürfe. Viele wunderbare Ideen und intelligente Konzepte wurden vorgestellt.

 

Das Team Cobe schlägt vor, das Hafenbecken mit einem Durchstich zum Rhein wieder zu beleben und zu beatmen – dem »neuen Schnellert«. 

Lorenzen Architekten aktivieren das nüchterne Hafenbecken als Gestaltungsraum, indem sie größere Überbrückungen installieren.

Diener und Diener (Basel und Berlin) wollen die Poller Wiesen mit grünen Fingern an das Hafenbecken führen.

Scheuvens und Wachten bilden einen großen Park aus und installieren eine Hafenbrücke, plädieren zugleich für eine Fußgängerbrücke zum Rheinauhafen.

Trint + Kreuder halten die Autos mit zwei großen Parkhäusern aus dem Areal fern, so dass keine Tiefgaragen nötig sind. So entsteht die Möglichkeit, die Häuser am Hafen als »Pegelhäuser« zu formen, die den Wasserstand abbilden. Das Hafenbecken selbst wird mit schwimmenden Wegen und Grünflächen bespielt.

 

In den Workshops mit Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger wurden die Nutzungen ausgelotet. Wohnen, Arbeiten sowie kulturelle und soziale Nutzungen sind wichtig für ein urbanes Mischgebiet der kurzen Wege.

 

Die mächtige Aurora Mühle wird voraussichtlich als komplettes Ensemble unter Denkmal gestellt werden. Denkbar sind die Nutzungen als Wohnungen und als Atelierlofts.

 

Kulturelle Angebote sind für ein lebendiges Stadtquartier essentiell. So plädiert die zur Aurora Mühle benachbarte Essigfabrik sicherlich zu Recht für ihren Erhalt am Standort. Am Deutzer Hafen fände sich zudem Raum für ein publikumswirksames kulturelles Highlight mit überregionaler Bedeutung wie zum Beispiel die Ansiedlung einer Musical-Spielstätte.

 

Voraussichtlich Ende September 2016 erfolgt die  Abschlusspräsentation im Rathaus der Stadt Köln mit Veröffentlichung der Juryempfehlung.