Cobe gewinnt

Einvernehmlich gewählt und überzeugend

Das Team Cobe (Kopenhagen) sind die Gewinner. Baudezernent Franz-Josef Höing und der Saal applaudieren.
Das Team Cobe (Kopenhagen). Baudezernent Franz-Josef Höing und der Saal applaudieren.

Die Jury zeichnet das Team COBE (Kopenhagen), die zusammen mit Ramboll Studio Dreiseiti (Überlingen), Transsolar (Stuttgart) und knp.bauphysik (Köln) angetreten sind, als Gewinnerin des städtebaulichen Wettbewerbs zum Deutzer Hafen aus.

 

Überzeugt hat die Jury die ausgetüftelte Strategie, die Gestaltqualität, und die zukunftsorientierten Ideen zur Umwelt. COBE sieht vier strategische Leitgedanken zur Entwicklung des Hafenquartiers vor:
  1. Die Geschichte des Ortes als DNA (Schnellert und Industriehafen)
  2. Das Konzept der dynamischen Stadtlandschaft (Phasengedanke)
  3. Das Prinzip der gemischten Stadt (Sozialer Aspekt)
  4. Eine nachhaltige Infrastruktur (Klima und Umwelt)
Clou des Entwurfes ist die Beatmung des Hafenbeckens und das kreative Spiel mit dem Thema Wasser. Am Ende des Hafenbeckens sieht COBE eine Wasserlandschaft vor, die neben der Aufenthaltsqualität als Schimming-Pool, eine Steigerung der Wasserqualität und eine Durchströmung des gesamten Hafenwassers bewirken soll. Zugleich plädiert COBE, die Lage am Wasser für ressourcenschonende Technologien, wie um Beispiel den Wärmetausch mittels Rheinwasser, mit einzubeziehen. Insgesamt wird das Mikroklima des Quartiers positiv beeinflußt.
Der Deutzer Hafen soll zum integrierten Teil Kölns werden, das Hochwasserthema klug einbinden, Grünräume und öffentliche Räume bieten. Dazu schlagen die Planer unter anderem grüne Sockel für die Bebauung entlang des Hafenbeckens vor. Öffentliche Plätze, Quartiersplätze für die Nachbarschaft und das Hafenplateau mit Pool, werden ergänzt durch den Kranpark für Sport- und Spielaktivitäten und den Schnellertpark mit den Themen Natur und Wasser.
Wichtig war der Jury der Umgang mit der Hafenspitze gegenüber der Ellmühle. COBE schlägt vor, hier Freiraum für spätere Entwicklungen zu lassen und die heutige Bebauung für Zwischennutzungen zugänglich zu machen. Der Blick auf die Ikone Aurora Mühle bleibt so erhalten. Es kann experimentiert werden. Eine Hausbootkolonie ist eine Idee.
Konsequent setzt COBE auf die realistische Konzeption des Ausbaus in Phasen. Dies überzeugte neben der Genialität und Kreativität die Macher am Deutzer Hafen.